Weiterbildung
Die Diskussion über die Frage, wie „Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung“ für Beschäftigte in den Unternehmen der Chemieindustrie aussehen kann, nimmt im Projekt breiten Raum ein. Folgende Aspekte spielten hierbei eine zentrale Rolle:
- Aufgrund unterschiedlicher Berufsabschlüsse und Tätigkeiten in den Unternehmen sowie der hierarchische Stellung jedes Einzelnen handelt es sich bei der Gruppe der Beschäftigten um eine äußerst heterogene Gruppe.
- Für die Gruppe der Beschäftigten gibt es keine Weiterbildungsvorschriften. Weiterbildung ist ein strategisches, wenn auch mehr oder weniger freiwilliges Thema für Unternehmen und Beschäftigte.
- Die Möglichkeiten für breit angelegte Präsenzschulungen sind insbesondere aus Sicht verfügbarer finanzieller und zeitlicher Ressourcen begrenzt.
- Die wirtschaftliche Relevanz von Nachhaltigkeit ist in den Unternehmen nicht erkannt.
- Die Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten jedes Beschäftigten sind abhängig vom Spielraum, den Vorgesetzte und Unternehmensrichtlinien dem Einzelnen einräumen.
- Wissen, Können und Wollen ist Voraussetzung für nachhaltiges Handeln, reichen alleine aber nicht aus. Vorbilder und praktische Übung sind notwendige Faktoren für eine wirksame Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens. Unter diesen Gesichtspunkten nehmen Führungskräfte eine entscheidende Rolle dafür ein, ob und wie Nachhaltigkeit in den einzelnen Unternehmen praktiziert und gelebt wird.

