Modellprojekt NICA (2006 - 2008)

Die Ausbildung in Chemieberufen muss mit der wachsenden Nachhaltigkeitsorientierung der Chemieunternehmen Schritt halten. Für die berufliche Bildung heißt das: Sie muss den Jugendlichen die grundlegenden Kenntnisse und konkreten Handlungskompetenzen für das Aufgabenfeld Nachhaltigkeit vermitteln. Auszubildende, die dieses Rüstzeug mitbringen, sind für ihre spätere Berufstätigkeit in den Chemiebetrieben besser vorbereitet. Denn es zählt der Beitrag jedes Mitarbeiters, um die Nachhaltigkeitsziele der Unternehmen zu erreichen. Nachhaltigkeitskompetenzen und -qualifikationen der Mitarbeiter werden für die Chemieunternehmen an Bedeutung gewinnen und daher von der Industrie künftig verstärkt nachgefragt.

Im Zeitraum 2006 bis 2008 führte die RHEIN-ERFT AKADEMIE das Modellprojekt NICA (Nachhaltigkeit in der ChemieAusbildung) durch. Das Projekt wurde ebenfalls durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) aus Mitteln des Bundesbildungsministeriums (BMBF) gefördert.

Das Modellprojekt NICA bestand aus vier Teilprojekten:

  1. Ausbildungsmodule
    Entwicklung und Erprobung von Modulen zum Schwerpunkt „zukunftsfähiges Handeln“ - Modulare Ausbildung als Nachhaltigkeitsaspekt.
  2. KIM
    Kennzahlen- und Indikatorenmodell zur Nachhaltigkeit - Entwicklung eines Nachhaltigkeitszertifikats.
  3. „House of NICA"
    Auszubildende bauen ein Nachhaltigkeitshaus.
  4. Nachhaltige Bildungsstätte
    Die intensive Beschäftigung mit den drei NICA-Teilprojekten führte schließlich zum erklärten Ziel der RHEIN-ERFT AKADEMIE, ein zukunftsfähiges Bildungsunternehmen zu werden und ein eigenes Leitbild der Nachhaltigkeit zu formulieren.